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Donnerstag, 30. September 2021

Die Grünen und die FDP haben ihre Sitze im Bundestag deutlich aufgestockt

Für den endgültigen Ausgang der Bundestagswahl sind die Grünen und die FDP die wichtigsten Akteure bei Koalitionsgesprächen mit Laschet und Scholz. 

St.Gallen, 28.09.2021. „Die vorläufigen Ergebnisse der Bundestagswahl sind bekannt, aber was als nächstes passiert, ist derzeit noch Zukunftsmusik. Im engsten Wahlkampf seit 2005 schlugen die Sozialdemokraten die CDU/CSU nur knapp um 1,6 Prozent. Doch keine Partei hat genug Sitze, um eine Mehrheit zu bilden, und es werden wahrscheinlich drei Parteien benötigt, um eine Koalition zu bilden“, erklärt Kommunikationsexperte Michael Oehme. „Sowohl die FDP als auch die Grünen wissen, dass sie aus einer Position der Stärke heraus verhandeln. Jeder von ihnen wird im Grunde genommen für die wahrscheinlichen oder bevorzugten Koalitionsoptionen auf dem Tisch benötigt. Die einzige mögliche Koalition, der FDP und Grüne nicht angehören würden, wäre eine „Große Koalition“ zwischen Sozialdemokraten und CDU/CSU. Aber das ist schon viel zu lange der Status quo in Deutschland und keine Partei würde diese Lösung bevorzugen. Auch spiegeln die Wahlergebnisse diesen Wunsch der Bevölkerung nicht“, kommentiert Michael Oehme weiter.

Die Debatte dürfte demnach mühsam und langwierig ausfallen. Fakt ist, dass die wirtschaftsfreundliche FDP und die umweltbewussten Grünen gravierende politische Differenzen haben – diese lassen sich nicht so leicht überwinden. „Natürlich würde die FDP eine Koalition mit der CDU bevorzugen, während die Grünen eine Koalition mit der SPD bevorzugen würden. Frühere Koalitionsgespräche zwischen FDP, CDU und Grünen im Jahr 2017 - bekannt als "Jamaika-Koalition" sind nach dem Ausscheiden der FDP abgebrochen worden“, fügt Kommunikationsexperte Michael Oehme hinzu. Grünen-Chefin Annalena Baerbock sagte unterdessen, die Deutschen wollten wahrscheinlich nicht wieder eine "große Koalition". „Die Wählerinnen und Wähler wollen einen Wandel in der deutschen Politik und bewegen sich weg von den beiden Mainstream-Parteien hin zu kleineren Parteien. Der knappe Sieg der SPD bedeutet nicht unbedingt, dass sie regiert. Auch wenn die CDU/CSU noch die nächste Regierung führen könnte, sind 24 Prozent ihr mit Abstand schwächstes Ergebnis bei einer Bundestagswahl. Hingegen haben die Grünen und die FDP ihre Sitze im Bundestag deutlich aufgestockt“, erklärt Michael Oehme abschließend.

Dienstag, 14. September 2021

Bundestagswahlen stehen bevor

Nur ein paar Wochen vor den Bundestagswahlen steuert Deutschland einer höchst ungewissen Zukunft entgegen, in der das Land einen Schlussstrich unter die Ära Angela Merkel ziehen wird. Das wahrscheinlichste Ergebnis sind mehrere Monate turbulenter Verhandlungen in Europas führender Wirtschaft, während die Parteien versuchen, eine Koalitionsregierung zu bilden, wobei mehrere Kombinationen möglich sind und keine einzelne Partei hervorsticht. Umfragen deuten darauf hin, dass keiner der Hauptkandidaten für die Nachfolge von Angela Merkel als Kanzlerin für die 62 Millionen Wähler des Landes, die am 26. September ihre Stimme abgeben werden, besonders überzeugend erscheint. Allerdings wird die Spitzenposition im deutschen System nicht direkt vom Volk gewählt, sondern über den Bundestag. Jetzt, wo Deutschlands unerschütterliche Kanzlerin nach 16 Jahren im Amt zurücktritt, stehen ein politischer Umbruch bevor.