Donnerstag, 18. Oktober 2018

Michael Oehme über den Tod einer bulgarischen Journalistin

Die bulgarische Journalistin Viktoria Marinova startete kürzlich eine neue Talkshow in Bulgarien und recherchierte über Betrug mit EU-Geldern – vergangene Woche wurde sie ermordet aufgefunden

St.Gallen, 12.10.2018. In dieser Woche beschäftigt sich Michael Oehme mit dem Mord an der bulgarischen Journalistin Viktoria Marinova. Marinova arbeitete für den privaten Lokalsender TVN in Russe. Im Zuge dessen startete sie am 30. September eine neue Talkshow. In der ersten Folge berichteten zwei Journalisten über ihre Recherchen zur mutmaßlichen Veruntreuung von EU-Geldern durch bulgarische Geschäftsleute und Politiker. „Ob der Mord mit der investigativen Berichterstattung zusammenhing, war zunächst unklar“, so Oehme. Die bulgarische Polizei hielt dies kurz nach dem Mord für unwahrscheinlich, die Staatsanwaltschaft beteuerte intensiv zu ermitteln. Die Leiche der Journalistin wurde vergangenen Sonntag in einem Park am Donauufer in der nordbulgarischen Stadt Russe entdeckt. Zunächst hieß es seitens der Polizei, der Tod sei durch Schläge auf den Kopf und Ersticken ausgelöst worden. Innenminister Mladen Marinow fügte hinzu, dass Marinova auch vergewaltigt wurde. „Die EU und die Bundesregierung fordern nun eine schnelle und umfassende Aufklärung. Bulgarien steht unter täglich wachsendem Druck, den Fall zu klären“, so Kommunikationsexperte Michael Oehme weiter. 

Bislang wurden Menschen aus dem kriminellen Milieu überprüft, wie der Sender bTV am Montag unter Berufung auf die Polizei berichtete. Derzeit gehe man allerdings von einem Einzeltäter aus. „Ihr Mobiltelefon, ihre Autoschlüssel, ihre Brille und einige Kleidungsstücke sind verschwunden“, sagte der Staatsanwalt von Russe, Georgi Georgiew. „Es ist erschreckend, dass immer mehr Journalisten heutzutage weltweit bedroht sind, wenn sie politisch oder wirtschaftlich sensible Themen ansprechen“, betont Michael Oehme. Nun wird auch Polizeischutz für Marinovas Kollegen gefordert. Der Mord hatte international für Aufsehen gesorgt: Der Medien-Beauftragte der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), Harlem Désir schrieb bei Twitter: „Schockiert über den schrecklichen Mord an der Investigativjournalistin Victoria Marinova in Bulgarien." 

Dienstag, 16. Oktober 2018

Geiselnahme am Kölner Hauptbahnhof

Am gestrigen Montagnachmittag kam es am Kölner Hauptbahnhof zu einer Geiselnahme in einer Apotheke, die durch ein Spezialeinsatzkommando gestoppt wurde. Dabei wurde der Täter, den die Polizei für einen 55 Jahre alten Flüchtling aus Syrien handelt, angeschossen. Seine weibliche Geisel hatte er zuvor mit Benzin überschüttet und hatte vor, sie anzuzünden. Zuvor hatte er einen Molotowcocktails in ein Schnellrestaurant geworfen und einer Jugendlichen schwere Verbrennungen zugefügt. Heute wurde gegen den Täter Haftbefehl wegen versuchten Mordes in zwei Fällen und Geiselnahme erlassen. Die Ausweispapiere wurden am Tatort gefunden. Seit 2016 war er der Polizei wegen mehrerer Straftaten im Bereich Diebstahl, Körperverletzung und Hausfriedensbruch aktenkundig. Augenzeugen berichteten, der Mann sah verwahrlost und „wahrnehmbar alkoholisiert“ aus. Der Mann wurde nach dem Schuss notoperiert. Derzeit sei er außer Lebensgefahr, aber bislang nicht vernehmbar. 

Donnerstag, 11. Oktober 2018

Weniger Asylanträge im September

Laut Zahlen des Bundesinnenministeriums haben im vergangenen Monat September knapp 13.000 Menschen einen Asylantrag hierzulande gestellt – dies entspricht 14 Prozent weniger als im Vormonat August. Die Herkunftsländer der meisten Asylbewerber sind Syrien, Irak und Iran, gefolgt von der Türkei, Afghanistan und Nigeria. Des Weiteren handelt es sich um 15 Prozent weniger Anträge als im Vorjahreszeitraum 2017. 

Dienstag, 9. Oktober 2018

UN-Bericht: Klimabedingte Naturkatastrophen nehmen immer weiter zu

Nach aktuellen Angaben des UN-Büro für Katastrophenvorsorge (UNISDR) in Genf nehmen klimabedingte Naturkatastrophen enorm zu. Dazu gehören Überschwemmungen, Stürme, Hitzewellen, Dürren und Waldbrände, heißt es in dem UN-Bericht. Diese hätten in den vergangenen 20 Jahren doppelt so hohe Schäden verursacht wie in den 20 Jahren davor. UNISDR spricht von „alarmierenden Zahlen“. Die Summe der Schäden betrug in dem Zeitraum 2,9 Billionen Dollar, verglichen mit 1,3 Billionen in den 20 Jahren zuvor. Die Zahl dürfte laut UN-Bericht sogar noch höher liegen, da viele Katastrophen noch nicht ausgewertet wurden. 

Donnerstag, 4. Oktober 2018

Indonesien erneut von einem Erbeben erschüttert

Nachdem in Indonesien hunderte Menschen durch eine Tsunami-Katastrophe ums Leben gekommen sind, wurde das Land nun zusätzlich von einem Erdbeben erschüttert. Die indonesische Agentur für Meteorologie, Klimatologie und Geophysik spricht von einer Stärke des Bebens von 6,3. Das Erbeben ereignete sich 66 Kilometer südwestlich der Insel Sumba, wo vergangene Woche ein Erbeben und ein Tsunami zu extremen Verwüstungen und Todesfällen geführt hatte. Bislang wird von mehr als 840 Todesopfern gesprochen. Nun dürfte diese Zahl noch steigen, ganz zu schweigen von den tausenden Bewohnern, die ihre Heimat verlieren.

Dienstag, 2. Oktober 2018

Erneuter Hackerangriff bei Facebook

Beim weltgrößten Online-Netzwerk Facebook kam es erneut zu einem Hackerangriff. Diesmal sollen rund 50 Millionen Nutzer betroffen sein. Laut Facebook sei die Schwachstelle bereits geschlossen. Das Unternehmen erklärte, die Hacker hätten eine Sicherheitslücke für sich genutzt, nämlich die Funktion sich sein Profil aus der Sicht anderer Nutzer anzeigen zu lassen. Vorerst kann man diese Option nicht mehr nutzen. „Für Facebook ist dies ein schlechter Zeitpunkt, da sich das Unternehmen gerade noch von seinem Datenskandal mit Cambridge Analytica zu erholen versucht“, so Kommunikationsexperte Michael Oehme. 

Donnerstag, 27. September 2018

Michael Oehme über die heimliche Wahlkampffinanzierung der AfD

Wie interne Mails den Verdacht einer heimlichen Wahlkampffinanzierung der AFD verhärten – Michael Oehme klärt auf

St.Gallen, 28.09.2018. In dieser Woche beschäftigt sich Kommunikationsexperte Michael Oehme mit den schwerwiegenden Vorwürfen gegen die Partei Alternative für Deutschland (AfD). „Die derzeitigen Vorwürfe sind nicht gerade unerheblich und könnten dem ohnehin aufgrund vergangener Fauxpas angeschlagenen Image der Partei mehr denn je schaden“, erklärt Oehme und bezieht sich dabei auf den Vorwurf der kostenlosen Wahlkampfhilfe vom "Verein zur Erhaltung der Rechtsstaatlichkeit und der bürgerlichen Freiheiten". Die Existenz eines solchen hatte Parteichef Jörg Meuthen bis dato abgestritten. „Derzeit läuft der Wahlkampf für den bayerischen Landtag auf Hochtouren. Die AfD soll Materialien des Unterstützervereins genutzt und diese auch aktiv bestellt haben. Dies belegen nun Mails und Interviewaussagen, die einigen Zeitschriften und Formaten in Deutschland und der Schweiz vorliegen“, so der Kommunikationsexperte Michael Oehme weiter. Des Weiteren betont Oehme, dass die Geheimhaltung derartiger Parteispenden hierzulande illegal sei. „Eigentlich sollte die AfD solche Spender in den Rechenschaftsberichten nennen. Sämtliche Politiker der Partei bestreiten derzeit aber eine kostenlose Wahlkampfhilfe“, so Oehme weiter. Im Gegenteil: Parteichef der AfD, Jörg Meuthen, bestritt explizit, vom „Verein zur Erhaltung der Rechtsstaatlichkeit und der bürgerlichen Freiheiten“ Wahlkampfhilfe zu erhalten. Er betonte immer wieder, seine Partei hätte nichts mit dem Verein zu tun, abermals auch im ARD-Sommerinterview Ende Juli. „Wir haben mit diesem Verein für Rechtsstaatlichkeit nie zusammengearbeitet. (...) Und wir sagen, wir kommen da in ein Fahrwasser rein, wo man uns den Vorwurf macht, das wäre illegale Parteienfinanzierung.“ „Dies könnte man auch als Einwandvorwegbehandlung bezeichnen“, so Oehme pointiert.

„Der Verein und selbst die gleichnamige Vorgängervereinigung hatten die Partei in 2016 mit kostenlosen Wahlplakaten, Anzeigen und Zeitungen versorgt. Diese Maßnahmen hätten extern sicherlich mehrere Millionen Euro gekostet“, betont Kommunikationsexperte Michael Oehme weiter. Durch die kürzlich aufgetauchten Mails gibt es erstmals einen Beweis für eine Verbindung zwischen dem Verein und der AfD. „Wenn sich die Vorwürfe weiter erhärten, dann muss sowohl die Bundestagsverwaltung ermitteln, aber auch die Staatsanwaltschaft“, so Michael Oehme abschließend.