Donnerstag, 15. August 2019

Greta Thunberg reist mit einem Segelschiff in die USA

Die 16-Jährige Klimaaktivistin Greta Thunberg reist mit einer Segeljacht über den Nordatlantik in die USA. Sie hatte sich für diese Form des Reisens entschieden, da sie Flugreisen prinzipiell vermeidet, um keine klimaschädlichen Treibhausgase freizusetzen. Das Segelschiff wird New York in circa zwei Wochen erreichen, pünktlich zum UN-Klimagipfel in New York. Wie die Berliner die Tageszeitung "taz" berichtet, sei der Segeltörn jedoch weniger klimafreundlich, als von Thunberg präsentiert. Das Schiff müsse nämlich von fünf Seglern wieder zurück nach Europa gebracht werden, die dafür per Flugzeug in die USA fliegen. Wäre Great mit ihrem Vater geflogen, hätten sie weniger CO-2 ausgestoßen. Der Emissionsrechner von Atmosfair berechnet für einen Flug von New York nach Hamburg einen CO-2-Ausstoß von rund 1.800 Kilogramm Kohlendioxid.

Dienstag, 13. August 2019

Pakistan kappt die einzige Zugverbindung nach Indien

Droht nun der Konflikt um die Kaschmir-Region zwischen Indien und Pakistan zu eskalieren? Vor wenigen Tagen erst wurde der Sonderstatus für den indisch-kontrollierten Teil der Kaschmir-Region aufgehoben. Nun hat Pakistan seine einzige Zugverbindung ins Nachbarland Indien gekappt. Der eingestellte Samjhauta-Express wird auch als „Friedenszug“ bezeichnet. Nun schränkt Pakistan seine diplomatischen Beziehungen immer weiter ein und es bleibt fraglich, wie lange der Konflikt noch unter der Oberfläche schwellen kann. Bereits seit 1947, seit der Unabhängigkeit von Großbritannien, streiten Indien und Pakistan über die Gesamtherrschaft in Kaschmir. Zwei Kriege hatte es bereits gegeben. Außerdem gehört China ein Teil der Region. Auch die Glaubensfrage gestalte sich sehr unterschiedlich in beiden Ländern, da in Indien mehrheitlich Hindus leben und in Pakistan Muslime. Auch das UN-Hochkommissariat für Menschenrechte äußerte Bedenken über die Menschenrechtslage in der Himalaya-Region, wo bereits viele Politiker und Wissenschaftler verhaftet wurden. So käme keine demokratische Debatte zu Stande.

Donnerstag, 8. August 2019

Michael Oehme über die zwei Anschläge in den USA

Die Anschläge am vergangenen Wochenende haben die USA zutiefst erschüttert – Michael Oehme über den Fremdenhass in den Vereinigten Staaten, der nicht erst seit Präsident Trump in der Gesellschaft verankert ist.

St.Gallen, 07.08.2019. „Innerhalb eines Wochenendes erschüttern zwei Anschläge die USA, in El Paso und in der Stadt Dayton im US-Bundesstaat Ohio. Viele Menschen sind zu Tode gekommen, dutzende weitere wurden verletzt. Die Ermittler bewerten vor allem die Tat im texanischen El Paso als inländischen Terrorismus“, erklärt Kommunikationsexperte Michael Oehme.

Am Samstagmorgen hatte der verdächtigte 21-Jährige in einem Einkaufszentrum in El Paso um sich geschossen und dabei 20 Menschen getötet, 26 weitere wurden mittel bis schwer verletzt. Drei der Todesopfer sind Mexikaner. Direkt nach der Tat hatte sich der mutmaßliche Täter ergeben. „Da die Stadt nahe an der mexikanischen Grenze liegt und auch eine recht große mexikanische Community hat, wird die Tat als rassistisches Hassverbrechen eingestuft“, erklärt Oehme außerdem. Im Bundesstaat Texas könnte dem jungen Mann die Todesstrafe bevorstehen, wie die lokale Staatsanwaltschaft US-amerikanischen Medien gegenüber bestätigte. „Nun muss geprüft werden, ob der Täter ein Manifest im Vorfeld verfasst hatte. Ein solches wurde im Internet gefunden und beinhaltet Sätze wie: ‚Dieser Angriff ist eine Antwort auf die hispanische Invasion in Texas“, ist also klar rassistisch ausgerichtet‘, so Oehme. 

Auch im US-Bundesstaat Ohio fielen in der Nacht von Samstag auf Sonntag Schüsse im Zentrum von Dayton. Dabei starben neun Menschen, 27 wurden verletzt. Die Polizisten überwältigten den 27-Jährigen, ebenfalls weißen, Angreifer und töteten ihn, um nach eigenen Angaben „schlimmeres zu verhindern“. Sein Motiv ist bislang unklar. Ob man aufgrund der sechs getöteten Afroamerikaner auch hier von einer rassistisches Hasstat ausgehen kann, ist bislang unklar. Auch vergangene Woche wurden zwei Menschen durch Schüsse in einem Walmart im Bundesstaat Mississippi getötet. 

„Kritiker stürzen sich nun auf US-Präsident Donald Trump, der schon während des Wahlkampfes auf eine rassistische und fremdenfeindliche Rhetorik setzte. Im jüngsten Vorfall griff Trump schwarze Abgeordneten der Demokraten persönlich an, sie sollen in ihr Land zurückgehen, wenn ihnen etwas nicht passt. Auch die verbalen Attacken gegen Migranten aus Lateinamerika stehen für Trump auf der politischen Tagesordnung. Der Vorwurf ist durchaus berechtigt, aber noch nicht weit genug gedacht. Die USA hatten auch schon lange vor Trump Probleme mit Fremdenhass und Rassismus. Solange dieser ein strukturelles Problem der Gesellschaft ist, wird sich nichts ändern. Unverständlich ist auch, warum nach all den tödlichen Schießereien und Amokläufen der letzten Jahre, das Land immer noch nicht gewillt ist, ihre Waffengesetze zu verschärfen“, so Kommunikationsexperte Michael Oehme abschließend. 

Dienstag, 6. August 2019

Die „Alan Kurdi“ der Hilfsorganisation Sea-Eye nimmt Kurs auf Malta auf

Das Schiff der deutschen Seenotrettungsorganisation Sea-Eye hatte vor der Küste Libyens 40 Migranten gerettet und wollte ursprünglich im Hafen von Lampedusa anlegen. Dies hatte der italienische Innenminister Matteo Salvini allerdings strikt untersagt. Nun steuert das Schiff Maltas Häfen an. Auch ein anderes Seenotrettungsschiff, die „Open Arms“, ist noch im Mittelmeer und weiß nicht, wo sie anlegen kann. Fraglich ist nur, in wie weit die italienische Küstenwache beurteilen will, ob das Schiff in Malta anlegen kann – wenn es doch genau vor Lampedusa liegt. Malta sei immerhin noch 20 Stunden entfernt. Unter den geretteten Personen befindet sich auch eine schwangere Frau und drei Kinder. Auch spanische Hilfsorganisationen wie Proactiva Open Arms stecken auf dem Mittelmeer fest und wissen nicht, wo sie anlegen können. Auch die gesundheitliche Lage der Migranten sei prekär: Sie hätten „schreckliche Verletzungen durch Gewalteinwirkungen“ und brauchen dringend medizinische Hilfe. 


Donnerstag, 1. August 2019

Michael Oehme: Wie die USA illegal Familien von Migranten trennen

Den US-Behörden ist es seit 2018 untersagt, Familien von Migranten zu trennen – trotzdem wird diese illegale Praxis nach wie vor durchgeführt

In dieser Woche beschäftigt sich Kommunikationsexperte Michael Oehme mit der illegalen Praxis der US-Behörden, Migrantenfamilien bei der Einreise zu trennen. „Diese Praxis ist seit vergangenem Jahr eigentlich verboten. Migranten dürfen bei der Einreise in die Vereinigten Staaten nicht die Kinder weggenommen werden“, betont Oehme. 

Bürgerrechtlern zufolge wurden mehr als 900 Kinder von ihren Eltern getrennt, seit dieses Gesetz verabschiedet wurde – teilweise aus absurden Gründen. So bestätigt die Bürgerrechtsbewegung ACLU, dass „die Trump-Regierung weiterhin Eltern ihre Babys wegnimmt“. Dabei geht es vor allem um die illegale Einreise aus Mexiko. Die Regierung wehre sich mit dem Argument, unter bestimmten Bedingungen sei es immer noch erlaubt, Kinder von ihren Eltern zu trennen. „Dieser Fall tritt ein, wenn die Eltern vorbestraft sind oder eine Gefahr für das Kind darstellen, weil sie ihren Pflichten nicht nachkommen“, erklärt Michael Oehme weiter.

Unterdessen beklagt ACLU, dass die US-Regierung systematisch Eltern ihre Kinder wegnimmt, teilweise wegen Verstößen gegen Verkehrsregeln. „Das Gericht muss klare Richtlinien vorweisen, damit solche willkürlichen Entscheidungen und Schikanen in Zukunft verhindert werden können“, sagt Michael Oehme. 

In zwei besonders erschreckenden Beispielen wurde einer Frau ihr Kind weggenommen, da ihr vorgeworfen wurde, Teil einer mexikanischen Verbrecherbande zu sein. Die einzige Verbindung, welche diese Frau mit den Bandenmitgliedern hatte, war, dass sie von einigen vergewaltigt wurde. In einem anderen Fall wurde dem Vater seine Tochter entzogen, da ihm vorgeworfen wurde, die Windel nicht früh genug gewechselt zu haben. Laut ACLU waren 20 Prozent der Kinder unter fünf Jahre alt. „An der Grenze zu Mexiko kommen derzeit jeden Tag neuen Menschen aus Lateinamerika an, um in die USA einzuwandern. Die Lage ist prekär, da Trump eisenhart seiner sogenannten Null-Toleranz Politik folgt“, so Kommunikationsexperte Michael Oehme abschließend. 

Dienstag, 30. Juli 2019

AfD scheitert mit Verfassungsbeschwerde in Karlsruhe

Die Alternative für Deutschland (AfD) Sachsen ist mit einer Verfassungsbeschwerde vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe gescheitert. Grund war die Nichtzulassung einiger Parteimitglieder auf der Kandidatenliste für die Landtagswahl. „Der Antrag war nicht den gesetzlichen Anforderungen entsprechend begründet“, hieß es seitens des Bundesverfassungsgerichts Karlsruhe. Erforderliche Unterlagen hätten gefehlt. Nun darf die AFD nur mit 18 Listenbewerbern antreten, statt mit 61 Kandidaten. 

Donnerstag, 25. Juli 2019

Iran lehnt die Schutzmission der EU im Persischen Golf ab

Der Iran spricht sich gegen eine internationale Schutzmission im Persischen Golf aus. Derzeit patrouillieren iranische Revolutionsgarden in der Straße von Hormus um den britischen Tanker Stena Impero. Der britische Außenminister Jeremy Hunt betonte, man wolle eine von der EU angeführte Schutzmission für die Region auf die Beine stellen. Irans Vize-Präsident Jahangiri lehnte dies gegenüber der iranischen Nachrichten-Agentur IRIB ab, da „ausländische Streitkräfte“ im persischen Golf nichts zu suchen hätten. Die Linke lehnte eine Involvierung deutscher Soldaten im Iran ab. Es handle sich nicht um einen europäischen Konflikt.