Donnerstag, 10. Oktober 2019

Attentat in Halle: Generalbundesanwalt und Justizministerin sprechen von rechtsextremistischen Terroranschlag

Die Tat in Halle, bei der am gestrigen Mittwoch zwei Menschen ums Leben gekommen waren, wird von Justizministerin Christine Lambrecht (SPD) als „rechtsextremistischer Terroranschlag“ eines Einzeltäters bezeichnet. Der Täter habe nicht nur aus antisemitischen und rechtsextremistischen Gründen die Tat begannen, er benutzte in seinem Video auch Begriffe wie „Drecksjuden“ und „Kanaken“. Derzeit wird dem 17-Jährigen, mutmaßlichen Täter Stephan Balliet versuchter Mord in neun Fällen vorgeworfen. Sein Ziel war es , die Synagoge in Halle zu stürmen – eine schwere Tür, an der die Schüsse abprallten, konnte schlimmeres verhindern. Eine 40-Jährige Passantin wurde vor der Synagoge erschossen und starb, ein 20-Jähriger wurde danach in einem Dönerladen erschossen. Zwei weitere Menschen wurden verletzt und liegen mit Schussverletzungen im Krankenhaus. Stephan Balliet wurde nach einem Autounfall auf der Bundesstraße 91 von Spezialkräften festgenommen. 

Dienstag, 8. Oktober 2019

Ohren reinigen sich laut Ärzten von selbst

Experten betonen, die Finger von Wattestäbchen für die Ohren zu lassen: Demnach reinigen sich unsere Ohren nämlich von ganz allein. Wattestäbchen gehören nicht ins Ohr – sie können den Ohrenschmalz im schlimmsten Fall sogar tiefer ins Ohr schieben. Dabei gelangen die sogenannten Cerumen tiefer ins Ohr, welches dadurch austrocknen kann und einen harten Pfropf bildet. Entzündungen können dann nicht mehr ausgeschlossen werden. Das Hörorgan reinige sich meist von ganz allein und könne über die Ohrmuschel und Härchen den Dreck abtransportieren. Gelangt dieser an die Oberfläche, kann man ihn mit einem Wattepad sanft abtupfen. Im Zweifelsfall sollte man den HNO kontaktieren. 

Dienstag, 1. Oktober 2019

Zwei Todesfälle in Nordrhein-Westfalen aufgrund verkeimter Wurst

Wie das Landesamt für Umwelt- und Naturschutz (Lanuv) in Nordrhein-Westfalen berichtet, seien Bürger im gesamten Bundesland aufgerufen, keine Produkte von Wilke zu kaufen. Wilke sei einer der größten Lieferanten für Wurstwaren. Vor allem produziert Wilke Eigenmarken von Discount-Supermärkten. FoodWatch forderte Wilke dazu auf, eine Liste der betroffenen Unternehmen zu veröffentlichen. Zu Wilkes Stammkunden gehören außerdem Großhändler, Altenheime und Krankenhäuser. Zwei Bürger seien aufgrund der Bakterien und Keime in der Wilke-Wurst gestorben. Gesunde Menschen bekämen grippeartige Symptome, für geschwächte Menschen sei die verkeimte Wurst lebensgefährlich. Die Staatsanwaltschaft Kassel ermittelt gegen den Geschäftsführer der Wilke Waldecker Fleisch- und Wurstwaren GmbH wegen fahrlässiger Tötung. 


Donnerstag, 26. September 2019

Michael Oehme über das „schlimmste Unternehmen der Welt“

Wer denkt, der Lebensmittelkonzern Nestlé oder der Ölriese BP seien bedenkliche Unternehmen, der solle sich einmal Cargill genauer ansehen – Michael Oehme klärt über den unbekannten Giganten am Markt auf.

In dieser Woche beschäftigt sich Kommunikationsexperte Michael Oehme mit einem Unternehmen, das vielen vielleicht bis dato nicht bekannt war. „Während große Konzerne wie Nestlé, Unilever oder BP mit Imageproblemen in den Medien dieser Welt zu kämpfen haben, berichtet kaum jemand über Cargill. Dabei ist Cargill tatsächlich der größte Agrar-Händler weltweit und erwirtschaftet jährliche Milliardenumsätze, unter anderem mit umweltschädlichen Gütern wie Fleisch, Kakao, Palmöl und Soja“, betont Michael Oehme.

Doch nicht nur wegen Umweltzerstörung gerät das Unternehmen seit kurzer Zeit enorm unter Druck, sondern auch vor Menschenrechtsverletzungen scheint der Konzern keinen Halt zu machen. „Dies betrifft vor allem südamerikanische Staaten wie Argentinien, Brasilien, Bolivien und Paraguay. Hier werden systematisch für den Profit Ökosysteme zerstört, um an Fleisch und Soja ranzukommen. Auf dem afrikanischen Kontinent sieht es nicht anders aus. Hier ist Cargill größtenteils in der Elfenbeinküste und Ghana tätig. Für die gewünschte Menge an Kakao wird hier auch auf Kinderarbeit zurückgegriffen“, erklärt Kommunikationsexperte Michael Oehme empört.

In Indonesien und Malaysia geht es Cargill wiederum um Palmöl. „Wie jedes Unternehmen betreibt Cargill schon seit Jahren sogenanntes Greenwashing, um die Verbraucher davon zu überzeugen, dass die Faktoren Waldvernichtung, Umweltzerstörung und Menschenrechtsverletzungen in Cargills Lieferketten nicht vorkommen. Doch bei Kunden wie McDonald’s, Burger King, Aldi und hunderten mehr kann man sich vorstellen, dass dies absolut nicht der Fall ist“, fügt Oehme hinzu. Oehme bezieht sich bei seinen Recherchen vor allem auf den aktuellen Bericht der Umweltschutzorganisation Mighty Earth. „Heute hat ein privat geführtes Unternehmen vielleicht mehr Macht, das Klima, das Wasser, die Ernährungssicherheit, die öffentliche Gesundheit und die Menschenrechte der Welt zu zerstören oder zu schützen als jedes andere Unternehmen in der Geschichte“ – mit diesem Zitat beginnt der Bericht von Mighty Earth. 

„Natürlich soll hier das Unternehmen in erster Linie an den Pranger gestellt werden und nicht der Verbraucher. Es ist natürlich sehr löblich, sich bewusster zu ernähren, zu kleiden und zu bewegen. Allerdings scheint es so, als seien Produkte von Cargill nur extrem schwer vermeidbar. Für die Zukunft kann man nur hoffen, dass Berichte wie jener von Mighty Earth das Unternehmen unter Druck setzen, seinen zerstörerischen Kurs zu ändern“, so Kommunikationsexperte Michael Oehme abschließend.

Dienstag, 24. September 2019

Greta Thunberg beim UN-Klimagipfel: "Wie könnt Ihr es wagen?"

Klimaaktivistin Greta Thunberg hat eine Rede beim UN-Klimagipfel in New York gehalten und den Staats- und Regierungschefs vorgeworfen, sie hätten „ihre Kindheit gestohlen“. „Wie könnt ihr es wagen?“ Die Rede der 17-Jährigen Schwedin wirkte emotional geladen, sie kämpfte mit den Tränen, war wütend und bestimmend und bekam dementsprechend viel Beifall. „Menschen leiden, Menschen sterben, ganze Ökosysteme brechen zusammen. Wir stehen am Anfang eines Massenaussterbens und alles, worüber ihr reden könnt, ist Geld und die Märchen von einem für immer anhaltenden wirtschaftlichen Wachstum. Sie lassen uns im Stich! Aber die jungen Leute beginnen, euren Verrat zu durchschauen.“ US-Präsident Donald Trump kommentierte die Rede auf Twitter mit den Worten: „Sie scheint mir ein sehr glückliches junges Mädchen zu sein, das sich auf eine fröhliche, wunderbare Zukunft freut. Das ist so schön zu sehen“. Es ist kein Geheimnis, dass Trump der Klimawandel nicht am Herzen liegt. Die USA sind einer der größten Verursacher von Treibhausgasen. Unter Trumps Präsidentschaft ist das Land aus dem Pariser Klimaschutzabkommen ausgetreten. 

Donnerstag, 19. September 2019

Plädoyer fürs Bargeld

Der Besuch auf einem spanischen Wochenmarkt, bei dem man kleinere Geldnoten mit sich führen sollte, um besser handeln zu können (man kann ja immer noch grosszügig einen weiteren fünf Euro Schein aus der Tasche ziehen ...), brachte mich auf eine komische Idee: Was passiert mit diesen Märkten, wenn es kein Bargeld mehr gibt? Schon klar, ich gehe nicht davon aus, dass Marktverkäufer zu den eifrigsten Steuerzahlern gehören. Auf der anderen Seite sind diese Märkte gerade in den ärmeren Regionen eine wichtige Möglichkeit, für eine weniger gut verdienende Klientel Kleidung, Nahrungsmittel, Decken und Elektrogeräte einkaufen zu können. Nicht zuletzt geniessen auch viele Touristen (wie wir) das Schlendern über exotische Märkte. Und ich will es mir einfach nicht vorstellen, wie ich – trotz der Sprachbarrieren -  endlich meine Wildledertasche für 22 Euro ergattern konnte – und dann eine Kreditkarte ziehen muss. Ich meine, gerade auf Märkten gibt es kaum ein schöneres Gefühl, als einen echten Euroschein in Händen zu halten.

Dienstag, 17. September 2019

Wie viel Kommerz steckt in Greta Thunberg

Sie ist ausnahmslos die Gute. Schüler auf der ganzen Welt schwänzen ihretwegen den Freitagsunterricht. Die Schwedische Europabewegung kürte sie zur Europäerin des Jahres. Der Papst empfing sie. Kaum ein internationaler Kongress, bei der Greta Thunberg nicht die Levitten gelesen hat. Alles nur Umweltaktivimus oder steckt hinter Greta, die ein wenig an Pipi Langstrumpof erinnert und vielleicht deshalb so sympathisch wirkt, deutlich mehr? Die nach eigenen Angaben unabhängige, eher rechtslastige (wenn man dieses Wort hier einmal gebrauchen darf) Freie Welt sieht hier eindeutibe Belege und hat sich – im Gegensatz zum Rest der Presse ziemlich eindeutig eingeschossen. Ein Auszug gefällig? «Pappa Svante Thunberg ist sowohl Schauspieler wie auch Drehbuchautor. In Schweden ist er regelmäßig in einer Vorabendserie aufgetreten und hat so einen bestimmten Bekanntheitsgrad erlangt. »Nebenbei« ist er zudem Manager seiner Ehefrau Malena Ernman, einer in Schweden durchaus bekannten Opernsängerin. Zudem ist Pappa Svante Geschäftsführer sowohl bei Ernman Produktion AB wie auch bei Northern Grace AB, beides aktiennotierte Gesellschaften in Schweden. Beide Unternehmen haben die identische Adresse in einem Nobelviertel der Hauptstadt Stockholm. Die Aktien beider Unternehmen haben seit dem ersten Auftreten Gretas eine immense Steigerung verzeichnet. Die Schlüsselzahlen kennen nur eine Richtung: senkrecht nach oben.» (Quelle: https://www.freiewelt.net/nachricht/greta-thunberg-die-nicht-ganz-freiwillige-umweltaktivistin-10077015/)